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Sprache

Schwedisch gehört zu den skandinavischen Sprachen, einer Gruppe der germanischen Sprachen, die ihrerseits wiederum zu den indoeuropäischen Sprachen gehören.

Schwedisch wird von ca. 8,3 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen ca. 8,0 Millionen in Schweden leben.

Schwedisch ist Amtssprache in:

● Schweden

● Åland (26.000)

● Finnland (265.000)


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Das auf Gotland gesprochene Gutamal (Gutamål) gilt als Abkömmling der Gotischen Sprache, wird aber i.d.R. als schwedischer Dialekt gezählt, da es sich durch die Dominanz des Schwedischen in Schulen und öffentlichem Leben diesem angenähert hat.

Das in Schonen gesprochene Schonische wird besser zu den dänischen Dialekten gezählt.Es teilt aber einige Besonderheiten mit dem Schwedischen gegenüber dem Dänischen.

Ursprung und Entwicklung

Während des Mittelalters unterlag die schwedische Sprache (wie auch die norwegische Sprache) deutlichen Einflüssen aus dem Mittelniederdeutsch der Hanse. In der Neuzeit kamen Einflüsse des Hochdeutschen hinzu, teils durch den Handel mit Deutschland und dem Baltikum, teils durch den Dreißigjährigen Krieg und die zurückkehrenden Soldaten, teils durch die Dominanz der deutschen Sprache in manchen Wissenschaften.
Umgekehrt hinterließ die schwedische Sprache während der schwedischen Herrschaft über Teile Norddeutschlands (Raum Stade, Vorpommern) deutliche Einflüsse auf die niedersächsische Sprache, speziell das Nordniedersächsische, Mecklenburgische und Pommersche.

Finnland-Schwedisch

Finnland-Schwedisch ist die Sprache der schwedisch sprechenden Minderheit in Finnland. Sie unterscheidet sich vor allem in der Sprachmelodie und in einigen Wörtern und Ausdrücken (sog. Finlandismen) von dem schwedischen in Schweden, dem sog. Reichsschwedischen ("rikssvenska").

Die Grammatik ist aber praktisch identisch.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war Schwedisch die alleinige Sprache der Jurisdiktion, der Verwaltung und den Gymnasien und Universitäten in Finnland (so ist beispielsweise die Nationalhymne ursprünglich auf schwedisch verfasst worden). 1892 wurde Finnisch zweite Amtssprache und gewann einen Status, der mit dem des Schwedischen vergleichbar war. Bis zur Unabhängigkeit Finnlands von Russland im Jahre 1917 nahm die Bedeutung des Finnischen gegenüber dem Schwedischen weiter zu. Seitdem ist Finnisch in der Gesellschaft vorherrschend. Der Status von Schwedisch als Amtssprache wird aber weiterhin indirekt durch internationale Verträge gefördert. Regierungsangestellte müssen in beiden Sprachen kommunizieren können.

Obwohl es von nur ca. 300.000 Menschen gesprochen wird, hat das Finnlandschwedische zahlreiche Dialekte, die vor allem in Österbotten (die Landschaft östlich des Bottnischen Meerbusens) noch heute gesprochen werden.

Berühmte Finnland-Schweden sind:

● Linus Torvalds, Autor des Linux-Kernels

● Jean Sibelius, Komponist

● Edith Södergran, Schriftsteller und Dichter

● Tove Jansson, Schriftstellerin, Zeichnerin und Malerin

● Johan Ludvig Runeberg, Schriftsteller

● Zacharias Topelius, Schriftsteller

● Georg Henrik von Wright, Philosoph

● Carl Gustaf Mannerheim, Politiker

und militärischer Führer

● Pehr Evind Svinhufvud, Politiker

Saami

Die Saami (auch: Sámi, Saamen oder Lappen) sind ein in Norwegen (40.000), Schweden (15.000 bis 20.000), Finnland (6.500) und in Russland (4.000 auf der Kola-Halbinsel) lebendes indigenes Volk.

Die Sprache der ca. 80.000 Saami gehört zu den Finno-ugrischen Sprachen. Die Saami sind seit etwa 10.000 Jahren in der Region anwesend. Traditionell leben sie von Jagd, Fischerei und Rentierzucht (halbnomadisch). Erst seit dem 10. Jahrhundert kamen die Saami mit anderen sich in Skandinavien verbreitenden Völkern (Finnen, Russen, Schweden, Norweger) in Kontakt. Seit dem 17. Jahrhundert drangen besonders Schweden und Norweger nach Norden vor. Mit der Entdeckung von Silbervorkommen wurden viele Saami zu Bergleuten. Im 18. Jahrhundert, mit dem Aufkommen amerikanischer Importe, wurden Jagd und Fellhandel für die Saami unrentabel.

Daher gingen viele Saami des Landesinneren zur Rentierzucht über. Um ihnen zu ermöglichen, den Herden auf ihren Frühjahrs- und Herbstwanderungen zu folgen, räumte ihnen der norwegischschwedische Grenzvertrag von 1751 das Recht ein die Grenzen mit den Herden zu überschreiten.

Die Lebensweise der verbliebenen, heute noch traditionell von der Rentierzucht lebenden, Saami ist zunehmend von Konflikten mit privaten Landbesitzern bedroht, die ihnen den Zugang zu den traditionellen Winterweiden versagen.

1956 gründeten Saami aus Finnland, Norwegen und Schweden als Interessenvertretung den Nordischen Saami-Rat.

Zur Kultur der Saami gehört die Pflege des in Europa einzigartigen Joik-Gesangs.






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Die Übersichtsseite erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl die Daten mit größter Sorgfalt zusammengestellt wurden, sind Fehler nie ganz auszuschließen. Wir übernehmen daher keinerlei Gewähr für die Korrektheit der Angaben.


 
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